Über Mediation Aktiv

Die Initiative zu Mediation Aktiv geht aus von Assoz. Prof. Mag. Dr. Sascha Ferz, Leiter des Forschungsfeldes Appropriate Dispute Resolution und Mag.a Hanna Salicites, Juristin und ehemalige Universitätsassistentin im Bereich ADR@Uni Graz, mittlerweile für das Öffentliche Recht im Verlag Österreich tätig.

Mediation Aktiv basiert auf der gleichnamigen Veranstaltungsreihe des Forschungsfeldes ADR & Mediation@Uni Graz an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Karl-Franzens-Universität Graz, die entlang eines wechselnden Jahresthemas ausgerichtet wird.

Die Onlineplattform Mediation Aktiv soll zum einen sicherstellen, dass die zum jeweiligen Schwerpunktsthema im Rahmen von Vorträgen, Workshops und Podiumsdiskussionen ergangenen wertvollen Beiträge erfahrener PraktikerInnen und WissenschafterInnen der Öffentlichkeit zugänglich sind. Zum anderen bietet sie Platz für weitere fachspezifische Artikel, wodurch eine noch umfassendere Darstellung des jeweiligen Themenbereichs ermöglicht wird.

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Publikationen

 

Ferz/Salicites (Hrsg)

Mediation in Betrieben

Konfliktmanagement und Organisationsentwicklung im Arbeitsalltag

Praxisliteratur
Forschungen in Appropriate Dispute Resolution, Band 3
244 Seiten, broschiert

€ 35,00*

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Ferz/Salicites/Storr (Hrsg)

Mediation und BürgerInnenbeteiligung

Konsensorientierte Verfahren im urbanen Bereich

Praxisliteratur
Forschungen in Appropriate Dispute Resolution, Band 2
156 Seiten, broschiert

€ 35,00*

Jetzt entdecken

 

Ferz/Salicites (Hrsg)

Mediation Aktiv 2014

Vielfalt - Wer hilft Familien?

Praxisliteratur
Forschungen in Appropriate Dispute Resolution, Band 1
229 Seiten, broschiert

€ 35,00*

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Leseproben aus „Mediation in Betrieben “

Alexander Insam
Denkfalle Konflikt – wie Unternehmen die teuersten Konfliktkosten übernehmen 

Als Rechtsanwalt, Mediator und personalverantwortlicher Partner der KPMG Rechtsanwaltsgesellschaft (KPMG Law) beschäftige ich mich seit über zehn Jahren mit der Bearbeitung von Konflikten. In einer Arbeitswelt, die immer schneller und komplexer wird, steigt das Risiko für fehlerhafte Kommunikation und Reibungsverluste. Konflikte durchziehen Unterneh­men, kosten Zeit und vermindern die Produktivität. Alles scheint sich zu verschlimmern. Gibt es einen Ausweg? Wie können sich Unternehmen auf diese Entwicklungen einstellen? Sollen wir noch sorgfältiger planen? Benö­tigen wir noch genauere Prozesse? (...) mehr

 

Mariella Mayrhofer und Hanna Salicites
Konfliktmanagementsysteme und sexuelleBelästigung in Betrieben

Anhand von realen Praxisfällen werden die Einsatzmöglichkeiten von kon­sensualen Konfliktlösungsmethoden bei sexueller Belästigung am Arbeits­platz hinterfragt und die aktuelle Ergänzung des Straftatbestandes darge­stellt. Gleichzeitig wird am Beispiel eines OGH Falles eine konkrete Anlei­tung für ein internes Konfliktmanagement in Unternehmen geboten. Dieser Beitrag behandelt Fälle, in denen der Tatbestand der sexuellen Belästigung verwirklicht und das Arbeitsverhältnis der Belästigerin/des Belästigers be­endet worden ist. Innerbetriebliche Konfliktanlaufstellen werden auf Ihre Qualität als Methode zur Gewaltprävention untersucht, um das zukünftige Betriebsklima zu gewährleisten.  (...) mehr

 

Wolfgang K. Kallus und Christa Kolodej
Umgang mit Konflikten und Konflikteskalation am Arbeitsplatz: eine Aufgabe für Führungskräfte?

Versucht man einführend Konflikte kurz zu charakterisieren, lässt sich in Anlehnung an Rosenstiel1 ein Konflikt dadurch kennzeichnen, dass zwi­schen Konfliktparteien unvereinbare Handlungstendenzen beobachtbar werden. Schwarz erweitert diese Definition um die Kontextbedigung eines Konfliktes, indem er ihn als „Interessenskollision unter Einigungszwang“2 definiert. Glasl3 fügt dieser Definition noch die persönliche Dimension hinzu, die besagt, dass sich zumindest eine der Streitparteien in ihrem Han­deln beeinträchtigt fühlen muss. (...) mehr

 

Paula Aschauer
Whistleblowing – Möglichkeit zum Aufzeigen und Beseitigen von Konflikten

Whistleblowing kann – in seiner systematischen Verwendungsform – Konflikte in verschiedensten Bereichen aufzeigen. Vor allem für Unterneh­men und ArbeitgeberInnen, im weitesten Sinne aber auch für den Staat und die Allgemeinheit, wird eine kanalisierte Möglichkeit geboten, Missstände oder Fehlverhalten aufzuzeigen. Die Konnotationen zum Begriff des Whist­leblowings sind mannigfaltig und umfassen eine große Bandbreite von Zi­vilcourage bis Neid. Neben klammen Übersetzungsversuchen schwingen mit dem englischen Originalbegriff sowohl positive als auch negative, jeden­falls aber polarisierende Assoziationen mit. Zudem ist Whistleblowing im Allgemeinen wohl eher eine begriffliche denn eine phänomenologische Neuheit. (...) mehr

 

Stefan Proksch und Barbara Wurz
Zusammenarbeits- und Konfliktkultur an der Medizinischen Universität Wien – die Perspektive externer BeraterInnen

An der Medizinischen Universität Wien wurde ab dem Jahr 2011 ein Projekt zur Verbesserung der Zusammenarbeits- und Konfliktkultur ins Leben ge­rufen, das durch Frau Mag.a Barbara Wurz und Herrn Dr. Stephan Proksch extern begleitet wurde. Grundidee war, durch ein Netzwerk von internen KonfliktberaterInnen sowie begleitenden Maßnahmen eine positive Wir­kung auf die Kultur der Zusammenarbeit zu erreichen. (...) mehr

 

Christian Albert
Konfliktmanagement an der Uni Wien

Die Konfliktberatung an der Universität Wien, als vertrauliche Service­einrichtung für MitarbeiterInnen, hat am 1. Oktober 2005, nach einem rund einjährigen Pilotprojekt, offiziell ihre Arbeit aufgenommen. Die Konflikt­beratungsstelle bietet seither allen Beschäftigten Unterstützung bei Proble­men und Belastungssituatonen im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit. (...) mehr

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Leseproben aus „Mediation und BürgerInnenbeteiligung“

Susanne Delle Karth und Sabine Volgger
BürgerInnenbeteiligung Leitbild Nordbahnhof: Darstellung der Vorgehensweise

Der ehemalige Nordbahnhof im zweiten Wiener Gemeindebezirk ist eine der größten und bedeutendsten innerstädtischen Entwicklungszonen. Bis ca 2025 soll auf dem 85 Hektar großen Gelände ein neues urbanes Viertel mit rund 10.000 Wohnungen und 20.000 Arbeitsplätzen entstehen. Die Stadt Wien nahm dies zum Anlass, das städtebauliche Leitbild von 1994 unter Einbindung der BürgerInnen des Grätzels zu überarbeiten. Als erster Schritt wurde – in Kooperation mit der Grundeigentümerin ÖBB – 2012 ein EU-weiter Ideenwettbewerb durchgeführt, um eine optimale Lösung zwischen Bebauung und Freiraum für das Areal zu finden. (...) mehr

 

Wolfgang Pfefferkorn und Michael Emmenegger
BürgerInnenbeteiligung mit Wirkung: Der neue Kornmarkt in Bregenz

Der neue Kornmarkt wurde von den BregenzerInnen gemeinsam mit einem Team aus Architekten und LandschaftsarchitektInnen sowie mit dem Bauamt Bregenz entwickelt. Zwei Jahre nach der baulichen Umsetzung stellt der neue Kornmarkt nicht nur in Sachen Beteiligung eine Erfolgsstory dar.Für den neuen Kornmarkt führte die Stadt Bregenz das bis dahin größte BürgerInnenbeteiligungsverfahren der Stadt durch. Im Jahr 2010 erarbeiteten zwischen 150 und 200 BregenzerInnen die Grundlagen für das Gestaltungsprojekt des neuen Kornmarktes; eine Begleitgruppe entwickelte darauf aufbauend zusammen mit dem PlanerInnenteam 2011 das Gestaltungsprojekt. (...) mehr

 

Nadja Alexander
Inside-out decision making – a model for engaging people in public issue conflicts

At the time of writing this article, newspapers around the world carried headlines about Hong Kong’s so-called ‘umbrella revolution’ – a protest about political reform in the Special Administrative Territory.[2] Five years earlier in 2010 newspaper headlines highlighted a different protest. In this instance the Hong Kong government proposed a fast rail link between Hong Kong and mainland China. The proposed route required the uprooting of Choi Yuen Tsuen and surrounding urban villages. The government was accused of having carried out a sham consultation at the rail link’s early planning stage. (...) mehr

 

Erich Visotschnig
Entscheidungen unter Mitwirkung Vieler

Mein Thema heißt: „Entscheidungen unter Mitwirkung Vieler“. Ich möchte Ihnen daher ein neuartiges Entscheidungsverfahren vorstellen: Systemisches Konsensieren. Wenn ich gerade „neuartiges Entscheidungsverfahren“ geschrieben habe, so stimmt dies nicht. Denn das Verfahren ist uralt. Sie selbst haben es schon vielmals angewandt. Es ist uns so selbstverständlich, dass wir vor kurzem nicht einmal einen eigenen Namen dafür hatten. Um das zu zeigen, lade ich Sie ein, mit mir eine Gruppe von vier Freun¬den zu beobachten, die gemeinsam in ein gutes Lokal essen gehen wollen. (...) mehr

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Artikel aus dem Expertenforum Mediation Aktiv

Mariella Mayrhofer
Gewaltschutz – Rechtsbehelfe und prozessuale Handlungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen

Die Anwendung physischer und psychischer Gewalt ist trauriger Alltag in vielen Familien. Der vorliegende Beitrag stellt überblicksartig Rechtsbehelfe für Personen in Österreich, die familiärer Gewalt ausgesetzt sind, dar und beschäftigt sich mit der prozessualen Handlungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen. Der Schwerpunkt wird auf den Rechtsschutz durch Erlassung einer einstweiligen Verfügung gelegt. (...) mehr

 
Friedrich M. Zimmermann und Thomas Höflehner
Neue Governance Konzepte in der Stadtentwicklung und die Rolle von transdisziplinärer Forschung

Die Geographie hat eine lange Forschungstradition im Umgang mit städtischen Herausforderungen und Stadtentwicklung, die durch die dynamische Urbanisierung eine Renaissance erlebt: Die wachsenden ökonomischen, sozialen und ökologischen Herausforderungen von Städten, charakterisiert durch komplexe Prozesse wie Suburbanisierung, Migration, zunehmende Diversität, steigende Disparitäten, wachsende Umweltverschmutzung und Degradationsphänomene des öffentlichen Raumes, ergeben eine Fülle von neuen Entwicklungs- und Transformationsprozessen sowie neue stadtplanerische Agenden (Dubbeling et al. 2009; Healey 2007; Rittel und Webber 1973). (...) mehr