Österreichische Zeitschrift für Kartellrecht

Heft 1, Februar 2013, Band 2013

Paulus, Eduard

Die Konsumtion des Beschwerderechts im neuen verwaltungsgerichtlichen Mehrparteienverfahren

eJournal-Artikel
  • Originalsprache: Deutsch
  • OEZKBand 2013
  • Abhandlung, 3226 Wörter
  • Seiten 14-19

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Das Verwaltungsgerichtshofgesetz sieht für einen Beschwerdeführer, dem der anzufechtende Bescheid noch nicht zugestellt oder verkündet wurde, die Möglichkeit vor, ab Kenntnis des Inhalts des Bescheides, der zuvor gegenüber einer anderen Partei des Mehrparteienverfahrens erlassen wurde, Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof zu erheben.

Andererseits kann der Beschwerdeführer zuerst die Zustellung des Bescheides beantragen und erst danach Bescheidbeschwerde erheben. Dies führt zu einer Reihe von Auslegungsfragen, die in ständiger Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes bereits eingehend behandelt wurden. Besondere Bedeutung kommt hier der Frage zu, ab wann das Beschwerderecht bereits konsumiert ist.

Für Berufungsverfahren vor Verwaltungsbehörden oder den Unabhängigen Verwaltungssenaten gibt es eine vergleichbare gesetzliche Regelung wie im Verwaltungsgerichtshofgesetz nicht, dennoch lässt auch hier die Rechtsprechung eine „vorzeitige“ Berufungserhebung unter Anwendung ähnlicher Erwägungsgründe zu.

Mit dem Verwaltungsgerichtsbarkeits-Ausführungsgesetz 2013 wird nun das Verwaltungsgerichtshofgesetz novelliert und die angesprochene Norm im Sinne der bestehenden Rechtsprechung präzisiert sowie im Verwaltungsgerichtsverfahrensgesetz 2013 eine vom Wortlaut beinahe idente Regelung auch für Verfahren vor den neuen Verwaltungsgerichten erster Instanz eingeführt. Vorliegender Aufsatz rezensiert die bisherigen einschlägigen höchstgerichtlichen Erwägungen, um auf deren Basis die neue Rechtslage zu analysieren.

  • Paulus, Eduard
  • § 8 AVG
  • Berechtigung zur Erhebung der Beschwerde
  • Verwaltungsgerichtshof
  • Berufungsrecht
  • Verwaltungsgerichtsbarkeits-Ausführungsgesetz
  • Bescheidbegriff
  • § 67b AVG
  • § 3 Abs 2 VwGÜGVerwaltungsgerichtsbarkeits-Übergangsgesetz 2013, als Art 2 des Verwaltungsgerichtsbarkeits-Ausführungsgesetz 2013, BGBl I Nr 33/2013.
  • Zustellung
  • Beschwerderecht
  • Parteistellung
  • Verwaltungsgerichtsbarkeits-Übergangsgesetz
  • Berufungsbehörde
  • Kartell- und Wettbewerbsrecht
  • § 34 Abs 3 VwGG
  • § 67a AVG
  • § 4 Abs 3 VwGÜG
  • § 34 Abs 1 VwGG
  • § 65 AVG
  • Konsumtion
  • § 63 AVG
  • § 63 Abs 5 AVG
  • § 67c AVG
  • Art 81a Abs 4 B-VG idF alt
  • Art 131 B-VG idF neu
  • „übergangene“ Partei
  • Verwaltungsgerichtsverfahrensgesetz
  • Art 130 B-VG idF neu
  • § 7 Abs 3 VwGVG
  • Frist
  • Bundesverwaltungsgericht
  • OEZK 2013, 14
  • § 62 AVG
  • Mehrparteienverfahren
  • § 26 Abs 2 VwGG
  • Art 131 B-VG idF alt
  • Bescheid
  • Landesverwaltungsgericht
  • Art 130 B-VG idF alt
  • § 64 AVG

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