Der Verlag

verlagsgebaeude_altDie Geschichte des Verlag Österreich reicht zurück bis in das Jahr 1804, als von Kaiser Franz II./I. die Errichtung einer eigenen Hof- und Staats­druckerey in Wien angeordnet wurde.

1806 wurde der „Hof- und Staatsschematismus“, Vorläufer des berühmten 
Öster­reichisch­en Amtskalenders, herausgegeben. 1811 erfolgte die Publikation des „Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches (ABGB) für die gesamten Deutschen Erbländer der Österreichischen Monarchie“. 1844 rief Auer von Welsbach, Direktor der k.k. Hof- und Staatsdruckerei, den „Verlag der staatlichen Druckerei“ ins Leben. 1848 wurde das „Reichsgesetzblatt für das Kaiserthum Österreich“, Vorgänger des Bundesgesetzblattes, eingeführt. 1868 wurde der erste Band der „Handausgaben österreichischer Gesetze und Verordnungen“ herausgegeben.

1918, mit dem Zusammenbruch der Monarchie, erfolgte die Umbenennung der k.u.k. Hof- und Staatsdruckerei in Österreichische Staatsdruckerei. Von 1920 bis 1938 entstanden unter Mitarbeit namhafter Fachgelehrter und Juristen die von Heinrich Klang und Franz Gschnitzer editierten „Kommentare zum Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch“. Nach Auflösung durch die NS-Betriebsführung (1938) wurde der Verlag 1945/46 durch Dr. Ferdinand Reiter, Direktor der Österreichischen Staatsdruckerei, reaktiviert. Es kam zur Herausgabe der „Amtlichen Sammlung“ der wichtigsten Erkenntnisse und Beschlüsse der österreichischen Höchstgerichte, die bis heute als führende Ent­scheidungs­sammlung anerkannt ist.

Mit Beginn der 50er Jahre wurde die Herausgabe der 2. Auflage des „Klang-Kommentars“ in die Wege geleitet. 1986 wurde das erste Fachseminar zu Recht und Wirtschaft veranstaltet. 1987 erkannte der Verlag als einer der ersten im deutschsprachigen Raum die Bedeutung elektronischer Medien und startete mit dem Angebot von CD-ROM-Applikationen. 1993 erhielt der Verlag der Österreichischen Staatsdruckerei einen neuen Namen – Verlag Österreich. 2000 wurde der Geschäftsbereich Verlag Österreich in die Verlag Österreich GmbH eingebracht und das Unternehmen privatisiert. Neue Alleingesellschafterin wurde die Jusline Beteiligungs GmbH, Wien.

Im November 2008 wurde die Verlag Österreich GmbH von der Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft, Stuttgart, erworben. 2009 übersiedelte der Verlag vom 7. Wiener Gemeindebezirk in die Wiener Innenstadt und hat seinen Sitz nun im neuen Regensburger Hof am Lugeck. Vor dem imposanten Gebäude befindet sich – passenderweise für einen Verlagsstandort – ein Denkmal für Johannes Gutenberg, den Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Metall-Lettern und der Druckerpresse.

Anfang 2012 wurde das gesamte rechts- und wirtschaftswissenschaftliche Programm von SpringerWienNewYork im Zuge eines Teilbetriebsübergangs übernommen.