Heft 8, August 2020, Band 68

Rosen-​Philipp, Monika

Die Finanzmärkte im ersten Halbjahr 2020

eJournal-Artikel

20,00 €

inkl MwSt
Sofortiger PDF-Download

Das Jahr 2020 wird wohl kaum jemand so schnell vergessen. Die Corona-Pandemie erschütterte so gut wie alle Lebensbereiche, nicht zuletzt aber auch die Finanzmärkte. Wobei die Börsen nach einem raschen Absturz im Frühling im 2. Quartal erstaunlich viel Boden gutmachen konnten. Vor allem Technologie-Aktien zeigten Stärke, die NASDAQ kletterte am 1. Juli sogar auf einen neuen Rekord. Dennoch weist der MSCI World im 1. Halbjahr einen Rückgang von fast 9% auf. Und zwischen dem 20. Februar und dem 23. März verlor der Index 35% an Wert.

Um der Krise zu begegnen, wurden weltweit 18 Billionen Dollar an Stimulierungsmaßnahmen gesetzt, und zwar sowohl von Regierungen als auch von Notenbanken. Die Zinsen sind in den Industrieländern fast nirgendwo über 0 und massive Anleihenkaufprogramme der Notenbanken haben Unternehmensanleihen im 2. Quartal eine Performance von 8% beschert. In Summe war die Volatilität an den Rentenmärkten der Eurozone im 2. Quartal jedoch sehr gering, vor allem im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres. Dies reflektiert die Sicht der Anleger, dass die Inflation langfristig kaum in die Gänge kommt und noch lange mit keiner Zinserhöhung zu rechnen sein wird. Auch der Goldpreis war einer der Profiteure der Unsicherheiten. Er beendete das 2. Quartal bei Notierungen über 1.800 Dollar, was den höchsten Stand seit September 2011 darstellt.

Es gibt aber auch Geschäftsgebiete, die offenbar nicht so schnell zu alter Stärke zurückfinden können. Der Markt für Übernahmen und Fusionen (engl. Mergers and Acquisitions oder M&A) kam im Zuge der Pandemie abrupt zum Erliegen. In Folge fiel das Transaktionsvolumen in den ersten sechs Monaten des heurigen Jahres gegenüber jenem des Vorjahreszeitraumes um 50%, und damit auf den tiefsten Stand seit 2012. In diesem Jahr wurden bisher Transaktionen im Wert von weniger als 1 Bio. USD angekündigt, was gemäß dem Finanzdatenanbieter Bloomberg das schwächste erste Halbjahr seit 2012 darstellt.

  • Rosen-Philipp, Monika
  • Währungen
  • Aktienmärkte
  • JEL-Classification: G 15
  • Europa
  • CEE
  • Anleihenmärkte
  • OEBA 2020, 556
  • USA
  • Emerging Marktes
  • Kapitalmarkt
  • Österreich
  • Japan
  • Rohstoffmärkte

Weitere Artikel aus diesem Heft

OEBA
Newsline
Band 68, Ausgabe 8, August 2020
eJournal-Artikel

20,00 €

OEBA
Aufsichtsrecht und Risikomanagement
Band 68, Ausgabe 8, August 2020
eJournal-Artikel

20,00 €

OEBA
Liquidität versus Realität
Band 68, Ausgabe 8, August 2020
eJournal-Artikel

20,00 €

OEBA
Zustimmungsfiktionsklauseln: Das nächste Kapitel
Band 68, Ausgabe 8, August 2020
eJournal-Artikel

20,00 €

OEBA
Die Sorgfaltsanforderungen des Gläubigers gegenüber dem Bürgen
Band 68, Ausgabe 8, August 2020
eJournal-Artikel

20,00 €

OEBA
EBA-Leitlinien für die Kreditvergabe und Überwachung
Band 68, Ausgabe 8, August 2020
eJournal-Artikel

20,00 €

OEBA
Die Finanzmärkte im ersten Halbjahr 2020
Band 68, Ausgabe 8, August 2020
eJournal-Artikel

20,00 €

OEBA
Österreichs M&A-Markt 2019
Band 68, Ausgabe 8, August 2020
eJournal-Artikel

20,00 €

OEBA
Was bringt eigentlich … die Bargeldzukunft?
Band 68, Ausgabe 8, August 2020
eJournal-Artikel

20,00 €

OEBA
Mitverschulden bei unterlassener Aufklärung über verdeckte Innenprovisionen
Band 68, Ausgabe 8, August 2020
eJournal-Artikel

20,00 €

OEBA
Zur internationalen Zuständigkeit bei Einlagenrückgewähr
Band 68, Ausgabe 8, August 2020
eJournal-Artikel

20,00 €

OEBA
Rechtsmittellegitimation bei insolvenzgerichtlicher Weisung
Band 68, Ausgabe 8, August 2020
eJournal-Artikel

20,00 €